"Das möglicherweise wertvollste Resultat jeglicher Erziehung ist die Fähigkeit, sich selbst zu motivieren und das zu tun, was getan werden muss – ganz gleich, ob es einem gefällt oder nicht."
Thomas Huxley
"Das möglicherweise wertvollste Resultat jeglicher Erziehung ist die Fähigkeit, sich selbst zu motivieren und das zu tun, was getan werden muss – ganz gleich, ob es einem gefällt oder nicht."
Thomas Huxley
So, jetzt klappt's auch mit meinem Smartphone. Nach anfänglichen Problemen beim Login bin ich nun "drin". Ich verspreche nicht zu viel. Aber vielleicht gelingt mir morgen schon ein Liveartikel. Abwarten …
Auch in diesem Jahr hatte ich das Glück, Silvester und Neujahr in Freiburg verbringen zu dürfen. Beim Neujahrsspaziergang war ich auch im Freiburger Münster. Hier machte ich folgendes Foto von der dortigen Krippe. Man beachte die Hirten.
Allen Besuchern dieser Seiten ein gutes neues Jahr 2012 in Gesundheit! Möge sich erfüllen, was gut für uns ist.
Liebe Besucherinnen und Besucher dieser Seite,
ich wünsche allen, die diese Seite(n) besuchen, ein frohmachendes und friedliches Weihnachtsfest 2011. Mögen wir keine Streitigkeiten in der Familie oder Freundeskreis erlebt haben. Mögen wir an Weihnachten und in der kommenden Zeit die Welt ein wenig besser machen, als sie es ist.
Guten Rutsch in das neue Jahr 2012. Viel "Erfolg" für das neue Jahr 2012! Meinen süddeutschen Freunden: Bis bald!
Michael
Nachtrag zum Thema "Funkstille": Das Buch "Funkstille …" wurde in der aktuellen Ausgabe (Januar 2012) der Zeitschrift "Psychologie heute" rezensiert. Außerdem wird das Thema in der neuesten "Psychologie heute compact" (Heft 29) mit dem Titel "Trennung und Neubeginn. Verlustängste überwinden, Veränderung wagen" behandelt. So zum Beispiel in dem Interview "Funkstille: Wenn Kinder den Kontakt abbrechen" mit Hartmut Kasten. Oder auch in dem Artikel von Heiko Ernst "Vergebung: Die Chance zum Neuanfang".
Im Frühjahr verstarb unsere Nachbarin im Alter von 91 Jahren. Vor vielen Jahren hatte einer ihrer Söhne den Kontakt abgebrochen und war verschwunden. Sie hat nie wieder von ihm gehört bis zu ihrem Tod. Ob er selbst lebt, ist unklar. auch ich kenne persönlich sowie aus dem Freundes- und Verwandtenkreis längere bis absolute Kontaktabbrüche. Natürlich lebe ich noch, sonst könnte ich diese Zeilen nicht schreiben
Letzte Woche fand ich eher zufällig in der Stadtbibliothek bei einem meiner Streifzüge das neue Buch von Tina Soliman mit dem Titel "Funkstille. Wenn Menschen den Kontakt abbrechen", erschienen im Verlag Klett-Cotta 2011.Von der Lektüre dieses Buches handelt dieser Eintrag.
Die Autorin Tina Soliman bearbeitet in ihrem Buch "Funkstille. Wenn Menschen den Kontakt abbrechen" ein wohl öfter vorkommendes und bis heute nicht gänzlich erforschtes Phänomen. Dabei trennt sich ein Partner einer (wie auch immer gearteten) zwischenmenschlichen Beziehung und dies ohne (direkte) Angabe von Gründen und von "heute auf morgen". Die Autorin schreibt selbst "FUNKSTILLE – in der menschlichen Beziehung ein Wort ie ein Donnerschlag. Es beschreibt den plötzlichen und wortlosen Abbruch einer Beziehung." (15) Das Buch beruht auf der Dokumentation "Für mich bist du gestorben". Die gezeigten Fälle werden hier geschildert, gefolgt bzw. kommentiert von Expertenhinweisen.
Ratschläge wie "Der/die ist es nicht wert, war doch gar nicht wirklich dein Freund/ war dir nicht wirklich eine Freundin" helfen hier nicht über den Verlust hinweg. Nur ein Abschied mit Antworten bzw. Argumenten für den Abschied wäre ertragbar. So ist es ein wortloser Kontaktabbruch, wobei der Kontakt bleibt, denn auch keine Worte sind eine Aussage. Oder wie Paul Watzlawick es formuliert hat: Man kann nicht nicht kommunizieren. Betroffen sind Paare, Eltern und ihre Kinder, Freunde, im Grunde alle zwischenmenschlichen Beziehungen.
Nachfolgend eine "kurze" Art Inhaltsangabe ohne Fallberichte:
Die Verlassenen
Beim Verlassenen ist der Abbrecher emotional und gedanklich immer anwesend. Das Sich-Anschweigen ist wie eine Wunde, die sich nicht schließt. Die Abbrecher sind oft unsicher, meinen, ein bestimmtes Signal oft genug gesetzt zu haben und brechen dann ohne verbalen Kommunikationsversuch ab. Der Verlassene scheint für sie zu wenig sensibel oder problematisch.
Das Problem ist die Frage nach dem "Warum". Auf sie wurde und wird keine Antwort gegeben. Die Funkstille ist für den Verlassenen wie ein Todesfall. Mit ihm kann man kaum abschließen. Meist sind es engere persönliche Beziehungen, bei denen der Kontakt abgebrochen wird. Zumindest stärkere Freundschaften müssen es sein, sonst könnte der Abbrecher "einfach" sagen, dass er aus den und den Gründen keinen Kontakt mehr wünscht. Dies macht die Situation für den Verlassenen nicht einfacher. Dem Verlassenen ist die Kontrolle entzogen. Er ist ja nicht unbedingt Opfer. Manchmal musste der Abbrecher weggehen, weil die Beziehung zu eng wurde. Beide sind i.d.R. nicht unschuldig.
Verlassene machen sich kaum Gedanken über die Situation vor dem Bruch. Die konkrete Verletzung ist ihnen nicht bewusst bzw. wird verdrängt, sie mag für sie selbst nebensächlich gewesen sein.
Die Abbrecher
Wenn es im Guten nicht geht, muss manchmal der Abbruch erfolgen. Dies ist bei zu engen Beziehungen (Eltern-Kinder) der Fall, in denen kein wirklicher, direkter verbaler Austausch stattfindet. Der Abbrecher fühlt sich manchmal bedroht. Beide meinen Recht zu haben. Es kommt zu kriegsähnlichen Zuständen. Den Konflikt zu fühlen ist hierbei für beide Parteien das Schlimme. Hier ist es manchmal besser, "aus diesem Kontakt rauszugehen." Jeder hat "Ecken und Kanten", wenn man mit diesen aber nicht (mehr) umgehen kann, ist der Konflikt programmiert. In extremen Fällen, in denen der Kontaktabbruch nicht gelingt oder man den Konflikt nicht beilegen kann, kann es im schlimmsten Fall zum Selbstmord kommen.
Das Schweigen
Grundgedanke ist hier das Axiom von Paul Watzlawick, nach dem man nicht nicht kommunizieren kann. Schweigen tut weh. Es bedeutet Ablehnung. Der Verlassene sucht zu verstehen. Das Schweigen gibt ihm keine konkreten Antworten. Man weiß nicht wirklich woran man ist, denkt immer wieder darüber nach. Schweigen ist auch Handeln. Der Abbrecher verunsichert den Verlassenen. In abgebrochenen Beziehungen, in denen beide sich immer noch manchmal begegnen ist dies besonders schlimm, da die Schweigenden immer wieder an das Vergangene erinnert werden und die Abwertung sich wiederholt. In solchen Situationen auch gegenseitig. Die Kluft wird mit der Zeit größer, da die Verletzungen durch zumindest scheinbares Desinteresse fortgesetzt werden.
Schweigen kann der letzte Verständigungsversuch sein. Es ist eine "Rebellion", wenn die normale Verständigung nicht mehr funktioniert, die aber oft nicht zum Ziel sondern zum Beziehungstod führt. Denn die Zeit, die beide nun zur Klärung innerer Gefühle etc. haben, dehnt sich oft immer weiter aus. Die "Wahrheit" zu sagen, ist besser, tut insgesamt wesentlich weniger weh. Schonung allein bringt nicht weiter.
Die Motive
Es gibt vier Grundbedürfnisse des Menschen nach Graw: 1. Bindung, 2. Orientierung und Kontrolle, 3. Lustgewinn und Unlustvermeidung, 4. Selbstwerterhöhung und Selbstschutz. In vielen Fällen von Kontaktabbruch – Funkstille – wird zumindest eines dieser vier Grundbedürfnisse verletzt sein. Die Funkstille wird dann benutzt als Möglichkeit Ruhe zu finden, als letzter Ausweg, als Machtmittel oder als Kränkungsfolge.
Der Vergleich mit Planeten ist sehr hilfreich. Stellen wir uns Menschen als Planeten vor. Die Schwerkraft hält die Planeten zusammen. Die Fliehkraft schiebt sie auseinander. Diese Kräfte müssen "ausgewogen" sein, damit das System stabil bleibt. Im Falle einer Funkstille ist das System gestört. Selbstwerdung hat mit Ablösung zu tun und damit mit "Einsamkeit". Problematischerweise ist die Weiterentwicklung eines Menschen bei Funkstille meist gehemmt. "Bei den Verlassenen liegt das wohl daran, dass sie mit der Situation nicht abschließen, sie nicht verarbeiten können. Und die Abbrecher sind zu der Zeit [...] erst einmal am Ende ihrer Kräfte." Der Abbrecher kann dies dem Verlassenen nicht mitteilen. Dafür ist er nicht zu verurteilen. Es sind existenzielle Gefühle, die hier eine Rolle spielen.
Die Persönlichkeit
Teilweise wird der Abbruch mit den Erfahrungen zu begründen sein, die der Abbrecher macht(e). Widerstand ist hier nötig, ist Selbstschutz, nicht Strafe.
Der Abbruch kann eine gesunde Reaktion, eine kranke Reaktion oder eine Reaktion auf etwas zumindest scheinbar "Krankhaftes", Neurotisches etc. sein. Unnormal ist die Situation, sind meist nicht die Menschen.
Frau Soliman führt nachfolgend psychische Erkrankungen auf, die u.a. zu dissoziativen Störungen wie dem Verlassen anderer Personen oder dazu führen können, sich eine ganz neue Identität zu schaffen: schizoide, nazistische, psychotische, neurotische Persönlichkeit.
Das muss aber nicht sein. Manchmal reicht ein Satz, mit dem der Abbrecher nicht umgehen kann. Er führt dazu, dass der zukünftige Verlassene tun und lassen kann, was er will. Der Abbrecher verlässt ihn, weil er mit dem Verlassenen nicht mehr umgehen kann, Angst vor ihm entwickelt etc. Das ist verständlich, wenn man bedenkt, dass ein Verlassener einen Abbrecher vorher ja auch für die Bewältigung eigener Lebensprobleme miss/ge-braucht haben kann.
Mögliche Folgen: Die Funkstille stellt – ähnlich dem Suizid – das gesamte Leben des Verlassenen radikal in Frage. Vertrauen Menschen gegenüber kann als Naivität empfunden werden, Kontrolliertheit als Käfig, Gespräche als überfordernd oder als verpasste Gelegenheiten. Man fragt sich, ob man zwischenmenschliche Situationen noch richtig einschätzen kann. Die Vergangenheit scheint verlogen, eine Zukunft gibt es so nicht mehr.
Resümee: "Es geht also auf beiden Seiten um seelische Verletzungen durch [Trauma] Kränkungen, um Symbiosen und Abhängigkeiten, Angst und darum, wie man mit alldem fertig wird."
(K)ein Weg zurück?
Es gibt drei Möglichkeiten, wie Kontaktabbrüche sich entwickeln können: die Beziehungspause, das endgültige Beziehungsende und den Neubeginn.
Funkstille kann etwas positives sein. Das Notsignal wird endlich hörbar. Es wird eine Grenze gesetzt. Man hat die Möglichkeit über Vergangenes oder sich selbst und die Beziehung nachzudenken.
Beziehungspause: Hier gibt es einen Weg zurück. Die Funkstille ist nötig, um Erfahrungen zu verarbeiten und sich selbst fortzuentwickeln. Die Funkstille löst ja so etwas wie eine emotionale Revolte aus. Sie ist wie ein Tod. Funkstille allein zementiert die Einstellung des Verlassenen und des Verlassers nur. Damit es weiter gehen kann, ist es nötig, die Beziehung neu einzurichten. Miteinander zu reden, Vergangenes zu klären, ist wichtig. Manchmal ist auch professionelle Hilfe nötig, wenn man die Beziehung wieder aufbauen will. Hier liegt schließlich ein Trauma vor. Freunde helfen hier nur wenig, denn der Ratschlag, man solle den oder die Andere vergessen, so handle keine Freund etc. ist wenig hilfreich. Traumata überwindet man nicht einfach.
Das endgültige Aus: Wenn sich kein Neuanfang bewerkstelligen lässt, kann es hilfreich sein, sich klar zu machen, dass man den ganzen Hintergrund des Bruchs nicht alleine aufdecken kann. Man muss manchmal mit offenen Fragen leben lernen. Dazu kommt, dass man sich eingestehen muss, selbst zumindest ein Stück weit Schuld zu haben. Dann ist eine Lösung leichter möglich. Trotzdem: Abbruch ist nach Aussage von Experten eine ungesunde Strategie, da beide mit den Erinnerungen leben müssen, diese nicht löschen können. Je länger Funkstille dauert, desto wahrscheinlicher ist sie endgültig.
Neuanfang: In Paarbeziehungen ist ein Neuanfang möglich, wenn auch oft nicht unbelastet. Auch hier muss hart an der Beziehung gearbeitet werden, um u.a. Misstrauen und Wut zu verarbeiten und klar zu stellen, dass Funkstille keine Lösung für Probleme ist. Eine ehrliche Auseinandersetzung ist nötig.
Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern dieser Seite einen frohmachenden Advent 2011. In den vergangenen Wochen stieß ich – oder wurde aufmerksam gemacht auf – mehrere Adventskalender. Auf ein paar wenige Exemplare möchte ich hier aufmerksam machen:
Für diejenigen, die in der Nähe wohnen: In der kommenden ersten Adventswoche findet von Montag bis Freitag morgens um sechs Uhr (inkl. Frühstück) eine Morgenmeditation in der Remigiuskirche in Viersen statt.
Besinnliche Adventstage, keinen Feiertagsstress und alles Gute!
Das Konzert "Musik mit und für Generationen" unserer Templer-Komturei Viersen am 9. Oktober in der evangelischen Kirche in Korschenbroich war ein voller Erfolg. Zum einen, weil die Kirche übervoll war, zum anderen aufgrund des Spendenerlöses von 2011,– €, den wir inzwischen dem Kinderschutzbund Mönchengladbach übergeben konnten. Nähere Informationen auf unserer inzwischen aktuellen Seite …
Eine kulinarische Empfehlung eines Freundes brachte mich in dieser Woche dorthin: Wang-Lai. Das Besondere hier: Die Gerichte werden ohne Geschmacksverstärker (Ausnahme: Entengerichte) zubereitet. Es gibt preiswerte Menüs, lieferung außer Haus und Partyservice.
Wer es leicht scharf mag – das Green Curry Chicken ist wirklich zu empfehlen. Guten Appetit oder Man man qi
Wie auf der neuen Templer-Homepage der Komturei Viersen nachzulesen ist, veranstaltet wir Templer in der evangelischen Kirche in Korschenbroich am Sonntag, 9. Oktober d. J. um 17 Uhr ein Benefizkonzert zugunsten des Kinderschutzbundes. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten. Nähere Angaben inkl. des auführlichen Programms sind zu finden unter http://www.osmth-viersen.de/aktuelle-meldungen
Herzliche Einladung